Lebensläufe: Max Reger

„Max Reger war der letzte Riese in der Musik. Ich bin ohne ihn gar nicht zu denken.“ Paul Hindemith
„...ich halte ihn für ein Genie“ Arnold Schönberg

Am 11. Mai 2016 jährt sich zum 100. Mal der Todestag von Max Reger. Zu Lebzeiten war er ein Superstar, der Zuhörer, Freunde und Kollegen mit seinen Kompositionen gleichermaßen faszinierte wie abschreckte. Er galt er als einer der größten Komponisten seiner Zeit, wurde als „neuer Bach“ gefeiert, stieß aber auch auf Unverständnis. Schönberg, Hindemith und Prokofjew erkannten in ihm ein Genie, Strawinsky fand ihn unausstehlich.
In vielem war Reger außergewöhnlich. Sein kurzes Leben war von Arbeitswut, Erfolg und Enttäuschung, Krankheit und Überschwang überschattet. In nur 25 Arbeitsjahren komponierte er über 240 Werke. Er schrieb wie im Rausch: ein Stück nach dem anderen. Er trank im Übermaß, verschlang unglaubliche Portionen Fleisch. Sein gigantisches Arbeitspensum sorgte für diverse Zusammenbrüche.

Der Film zeichnet das Leben eines maßlosen Menschen nach, der seine gesamte Existenz der Musik unterordnete. Er gibt durch Briefe und Tagebuchaufzeichnungen Einblicke in das Denken und Fühlen von Max Reger, beleuchtet die Beziehung zu seiner Frau und seinen Kollegen. Gezeigt wird auch die bisher unveröffentlichte Aufnahme der Dresdner Staatskapelle unter Christian Thielemann, die 2011 Regers “Romantische Suite“ nach Texten von Eichendorff einspielte. An dem Ort, wo das Stück 1911 unter Ernst von Schuch seine Uraufführung erlebte.
 
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Buch/Regie: Anna Schmidt
Kamera: Simon Roloff, Achim Köhler
Ton: Rougé Reinsperger
Schnitt: Mario Biehl
Sendetermin: 12.05.2016 MDR