Dokumentation, 52 Minuten.
Koproduktion mit MDR und BR für ARTE
Being Hipp
EIN FILM VON ANNA SCHMIDT
Ein Film über Musik, Mut und das Verschwinden einer Legende
Wer war Jutta Hipp?
Eine deutsche Jazzpianistin, die sich gegen alle Widerstände in der männerdominierten Jazzwelt New Yorks der 1950er Jahre durchsetzte. Die erste weiße Frau, die einen Plattenvertrag bei Blue Note Records erhielt. Eine Künstlerin, gefeiert von der Presse, verehrt von Kollegen – und doch: Nach wenigen Jahren verstummt sie, verlässt die Bühne und arbeitet fortan anonym in einer Textilfabrik in Queens.
Was ist passiert? Warum verschwand eine der spannendsten Figuren der Jazzgeschichte einfach so?
BEING HIPP begibt sich auf Spurensuche. Der Film erzählt nicht nur die Geschichte einer faszinierenden Musikerin, sondern entfaltet zugleich ein Panorama der transatlantischen Jazzkultur in einer Zeit des Umbruchs – zwischen Krieg und Nachkriegszeit, Aufbruch und Ausgrenzung, Hoffnung und Einsamkeit.
Legendäre Jazzgrößen wie David Amram, Lou Donaldson und Sheila Jordan, die Jutta Hipp noch persönlich kannten, erinnern sich an eine Frau voller Talent, Charisma und Widerspruch. Ihre Biografin Ilona Haberkamp teilt bisher unveröffentlichtes Archivmaterial, Clara Haberkamp interpretiert Hipps Musik neu, die renommierte Harvard-Professorin Ingrid Monson analysiert die politischen und kulturellen Spannungsfelder, in denen sich Jutta Hipp bewegte
Terri Lyne Carrignton und Cecil McBee, andere wichtige Stimmen der heutigen Jazzszene geben dem Film Tiefe – als Hommage an eine Frau, die ihrer Zeit weit voraus war.
Mit filmischer Eleganz, musikalischer Leidenschaft und dokumentarischer Tiefe zeichnet BEING HIPP das Porträt einer Künstlerin, die nie gefallen wollte – und sich damit selbst zur Legende machte.








